Innenputz, Oberflächen

Neben der Farbgebung wird das Erscheinungsbild des Innenputzes maßgeblich durch die Oberflächenstruktur beeinflusst, die sich aus der Materialzusammensetzung, der Auftragsart und ggf. der Nachbearbeitung des Oberputzes ergibt. Nicht jede Struktur lässt sich mit jedem Innenputz herstellen, bei den meisten Produkten wird durch den Hersteller angegeben, für welche Oberflächen der jeweilige Oberputz geeignet ist.
 

Buntsteinputz: Ein Buntsteinputz ist ein Kunstharzputz mit naturfarbenen oder gefärbten Steinen, aber ohne deckende Pigmente. Nach dem Austrocknen sind lediglich die enthaltenen Steine sichtbar, die eine deckende dekorative Schicht bilden. Die Gestaltung lässt sich dabei durch die Verwendung homogener oder verschiedener Farben und Korngrößen beeinflussen.

 

Filzputz: Der Putz wird nach kurzer Standzeit mit dem Filz- oder Schwammbrett gefilzt und strukturiert.

 

Glättputz: Der Putz wird nach kurzer Standzeit mit der Glättkelle (Traufel) bearbeitet.

 

Kellenputz: der Putz wird an die Wand geworfen und danach mit einer Glättkelle abgezogen. Die Art des Abziehens bestimmt die Struktur und Regelmäßigkeit/ Unregelmäßigkeit der Oberfläche.

 

Modellierputz: Die Modellierung erfolgt z.B. mit Rolle, Traufel, Schwamm, Kelle oder Bürste, dementsprechend groß ist die Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten. Auch der Kellenstrichputz und der Altdeutsche Putz zählen zu den Modellierputzen.

 

Reibeputz: Große Kornzuschläge (bis 5 mm Korndurchmesser) führen in Verbindung mit der Oberflächenglättung durch ein Reibebrett aus Holz oder Kunststoff in Abhängigkeit von der Richtung der  Reibebewegungen zu einer charakteristischen glatten Oberfläche mit länglichen Vertiefungen, die je nach Aussehen auch z.B. als Rillenputz, Münchner Rauputz, Wurmputz oder Madenputz bezeichnet werden.

 

Rollputz: Ein Rollputz wird mit einer speziellen Walze, z.B. einer Erbslochwalze, modelliert und erhält dadurch eine charakteristische Struktur.

 

Scheibenputz: Scheibenputz wird mit einer metallischen Glättkelle aufgetragen und anschließend geglättet. Bei der Trocknung sinken die die feinen Bestandteile des Beschichtungsstoffes zwischen den Grobkörnern ab, es entsteht eine plastische Kornstruktur.

 

Streichputz: ähnlich dem Rollputz, jedoch erfolgt der Auftrag mit einer Bürste.

 

Spritzputz (früher auch in ähnlicher Ausführung als Besenputz bezeichnet): Ein feinkörniger (Korn max. 3 mm) dünnflüssiger Mörtel wird mit der Spritzputzmaschine aufgetragen. So entsteht eine mehr oder weniger raue Oberfläche.

 

Weiterführende Informationen: 422 | Innenputz