Offene, halboffene und geschlossene Systeme im Trockenbau

Im Trockenbau werden Systemkonstruktionen, z.B. für Trennwände, Raumsysteme oder Unterdecken, unterschieden in offene, halboffene und geschlossene Systeme. Offene Systeme entsprechen gem. DIN oder EN genormten Konstruktionen für den jeweiligen Anwendungsfall, hierbei können also auch Produkte verschiedener Hersteller (z.B. Ständerprofile, Gipsplatten) miteinander zu einem offenen System (z.B. Trennwand) kombiniert werden, sofern alle einzelnen Produkte die jeweiligen Normanforderungen erfüllen. Bei geschlossenen Systemen sind dagegen durch die Systemzulassung über ein Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) oder eine Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) alle einzelnen Systemkomponenten produkt- und herstellerspezifisch vorgegeben.

 

Einen Mittelweg hierzu stellen die halboffenen Systeme dar, bei denen einzelne vorgegebene herstellerspezifische Komponenten mit normgerechten Komponenten kombiniert werden können. Halb-offene und geschlossene Systeme werden zumeist angewendet, wenn das ganze System oder einzelne Komponenten Eigenschaften oberhalb normativer Anforderungen erfüllen.

 

 

Offene Systeme:

Halboffene Systeme:

Geschlossene Systeme:

Zulassung

Keine Systemzulassung

Zulassung als geprüftes System

Zulassung als geprüftes System

Verwendbarkeitsnachweis

geltende technische Regelwerke (DIN-/ EN-Normen), z.B. Bauteilkataloge für Brandschutz (DIN 4102-4) und für Schallschutz (DIN 4109 Bbl. 1)

abP oder abZ

abP oder abZ

Einzelkomponenten

herstellerunabhängig frei wählbar

vorgegebene Einzelkomponenten eines Herstellers

+

genormte Einzelkomponenten

ausschließlich vorgegebene Einzelkomponenten eines Herstellers

 

 

Weiterführende Informationen: 420 | Trockenbauwände