Putzmörtelgruppen (DIN V 18550)

Im Juni 2015 sind DIN 18550-1 und DIN 18550-2 erschienen, die DIN V 18550 komplett ersetzen. Die nach alter Norm geregelte Einteilung in Putzmörtelgruppen PI bis PIV, wird im neuen Regelwerk als „ehemalig“ bezeichnet, ist also offiziell nicht mehr existent. Gleiches gilt für die Einteilung in P Org 1 und P Org 2 bei Putzen mit organischen Bindemitteln.
Dennoch sind diese Einteilungen für die Baupraxis weiterhin relevant, da sich Literatur und Produktzulassungen nach wie vor auf sie beziehen.

In der alten DIN V 18550 werden Putzmörtel nach ihrem Material in vier Gruppen eingeteilt:

PI           Kalkmörtel

PII          Kalkzementmörtel

PIII         Zementmörtel

PIV         Gipsmörtel

In den Tabellen 2 (Außenputze) und 3 (Innenputze) der alten DIN V 18550 ist festgelegt, welche Mörtelgruppe für welche Anwendungsfälle (Außenputze: ohne besondere Anforderung/ wasserhemmend/ wasserabweisend/ Kellerwandaußenputz/ Außensockelputz; Innenputze: übliche Beanspruchung/ Feuchträume, als Unter- oder Oberputz geeignet ist.
Die Bezeichnungen sind nach wie vor gebräuchlich, auch wenn DIN EN 998-1 ein System enthält, bei dem nach den Eigenschaften bzw. dem Verwendungszweck des Putzmörtels unterschieden wird.

Putze mit organischen Bindemitteln (Kunstharzputze) werden ebenfalls in der alten DIN V 18550 in die Gruppen

P Org 1          geeignet als Außen- und Innenputz und

P Org 2          nur geeignet als Innenputz

eingeteilt.

 

Weiterführende Informationen: 302 | Außenputz - Unterputz303 | Außenputz - Oberputz422 | Innenputz