Unterdecke, Decklage

Gemäß DIN EN 13964 wird die raumseitig sichtbare Fläche einer Unterdecke, ggf. mit Ausnahme von sichtbaren Teilen der Unterkonstruktion, als Decklage bezeichnet. Die einzelnen Elemente der Decklage von elementierten Unterdecken, die Decklagenbauteile, werden dabei wie folgt eingeteilt:

 

  • Kassette: Bauteil (quadratisch/ rechteckig), dessen Länge das 1- bis 2-fache seiner Breite beträgt
  • Platte: Bauteil (rechteckig), dessen Länge mehr als das 2-fache seiner Breite beträgt
  • Paneel: Bauteil (schmal), dessen Länge ein Vielfaches seiner Breite beträgt.

 

Senkrecht stehende Paneele werden auch als Lamellen bezeichnet. Zudem gibt es weitere Sonderformen von Decklagen, z.B. Waben- und Gitterroste. Sichtbare Teile der Unterkonstruktion, z.B. die Untersichten von Tragprofilen, zählen nicht zu den Decklagenbauteilen.

 

Die Oberfläche der Decklagenbauteile kann in Abhängigkeit von der Verwendung entweder glatt oder perforiert, z.B. gelocht oder aus Streckmetall, ausgeführt werden. Je nach System werden die einzelnen Decklagenbauteile entweder dicht gestoßen oder mit Fugen ausgeführt, die dann entweder offen bleiben oder mit Füllprofilen geschlossen werden. Bei manchen Systemen, z.B. bei Einlege-Unterdecken, bleibt auch die Unterseite der Tragprofile zwischen den Decklagenbauteilen ganz oder teilweise sichtbar.

 

Dickwandige Decklagen, z.B. aus Holzwerkstoffen oder Mineralstoffen, werden von dünnwandigen Decklagen, z.B. aus gekanteten Blechen, unterschieden.

 

Weiterführene Informationen: ► 432 | Holz-Deckenbekleidungen und Unterdecken, ► 433 | Metall-Unterdecken ► 434 | Mineralische Rasterdecken