Wärmebrücken

Wärmebrücken, fälschlicherweise oft auch Kältebrücken genannt, sind örtlich begrenzte Schwachstellen eines Bauteils, die mehr Transmissionswärmeverluste aufweisen als die umgebende  Fläche. Dadurch treten häufig Baumängel wie Tauwasserausfall, Schimmel o. ä. auf. Außerdem führen Wärmebrücken zu erhöhten Wärmeverlusten. Um die energetischen Auswirkungen der Wärmebrücken gering zu halten empfiehlt sich die Berücksichtigung der Musterdetails im Beiblatt 2 der DIN 4108. Man unterscheidet zwischen konstruktiven, geometrischen und materialbedingten Wärmebrücken:

Materialbedingte Wärmebrücken: Materialbedingte Wärmebrücken entstehen, wenn zwei Materialien mit unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit nebeneinander liegen. Z. B. stellen im Dach die Sparren im Vergleich zur Zwischensparrendämmung eine Wärmebrücke dar.

Geometrische Wärmebrücken: Eine klassische geometrische Wärmebrücke ist z. B. die Außenecke eines Gebäudes. Dabei wandert durch die große Außenwandfläche in Bezug auf einen kleinen Inneneckbereich sehr viel Wärme durch die Konstruktion nach außen, so dass die Oberflächentemperatur einer Außenwandecke im Vergleich zur umgebenden Wandfläche deutlich reduziert ist.

Konstruktive Wärmebrücken: Konstruktive Wärmebrücken entstehen bei Bauteilen, die im Übergangsbereich von innen nach außen nicht thermisch getrennt sind, wie z. B. Stahlbetonstützen oder Balkonplatten.

 

Weiterführende Informationen: ► 104 | Lichtschachtsysteme, ► 122 | Außenwände aus Kalksandstein, ► 212 | Zwischensparrendämmung, ► 213 | Aufsparrendämmung