Bebaubarkeit nach § 34BauGB?

Hallo,

 

wir planen eine Hinterlandbebauung, vom Bauamt wurde uns in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass dort eine Bebauung generell nicht möglich sei.

 

Soweit ich weiß, gilt§ 34 BauGb wenn das Grundstück bzw. teile des Grundstückes zum Innenbereich zählen.

Eine Abgrenzungssatzung oder ein B.Plan gibt es in diesem Bereich nicht. Der FNP sieht Grünfläche vor, ist meines Wissens nach aber nicht bindend.

 

Zählt der betreffliche Bereich zum Innenbereich? Im Straßenzug gibt es etliche Hinterlandbebauungen von 2geschossigen Stadtvillen über, 1,5 geschossige EFH bis hin zum Bungalow.

 

Wie seht ihr die Chance, einen positiben Bescheid zu einer Bauvoranfrag zu bekommen?

 

Danke vorab

 

 

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Do., 23.12.2021 - 10:46
Status: Veröffentlicht
Möglicherweise Einbeziehungssatzung

Hallo Tini,

 

Du könntest über das Instrument einer Einbeziehungssatzung nach § 34 Abs. 4 Nr. 3 BauGB zu Baurecht kommen. Dazu müsstest Du einen Antrag auf Erstellung dieser Satzung bei der Gemeinde stellen. Dabei wird Deine Fläche, die jetzt noch Außenbereich ist, in den Innenbereich einbezogen und könnte dann nach §34 BauGB bebaut werden.

 

Ich sehe gute Chancen, dass das klappen könnte, denn in Deiner Straße wurde bereits mehrfach in zweiter Reihe gebaut, sogar Dein direkt angrenzender Nachbar. Außerdem besteht schon ein Erschließungsweg. Da ließe sich die Prägung der Fläche durch die angrenzende bauliche Nutzung nachweisen.

 

Allerdings könnte es sein, dass andere Argumente dagegen sprechen, die ich jetzt nicht beurteilen kann. Ich sehe einen Fluss ö.ä. Gibt es vielleicht öfters Überflutungen oder gar ein festgesetztes Überschwemmungsgebiet auf Deinem Grundstück? Dann wird es schwierig mit dem Baurecht.

 

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.

 

Schöne Grüße

Sandra