Position einer Garage und § 34 BauGB

Hallo,

 

wir planen derzeit ein Einfamilienhaus in einer Siedlung in der § 34 BauGB gilt. Ein bestehendes Gebäude (BJ ca 1940) soll abgerissen werden und ein Neubau wird geplant. Es gibt auch keine Satzung oder Baulinie die einzuhalten ist. 

 

Nun geht es um die Position der Garage:

Die meisten Garagen des Straßenzuges sind hinter dem Gebäude angeordnet (so wie man das früher wohl für gut empfunden hat).

 

Die Bauherren möchten die Garage aber als Grenzbebauung vor dem Gebäude platzieren damit der Garten freibleibt. Es gibt einen Carport am Anfang der Straße der ebenfalls vor dem Haus platziert wurde, allerdings sind zu unserem Flurstück einige Grundstücke dazwischen.

 

Hier meine Frage:

 

§ 34 kenne ich so, dass man sich ein Gebäude aus den angrenzenden Grundstücken heranzieht was "...Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll" angeht. 

 

Gilt das aber auch für die Lage der Garage (=untergeordnetes Nebengebäude)?

 

Kann ich aber trotz der Distanz auch argumentieren, dass bei "Haus X am Anfang der Straße" auch eine Garage vor dem Haus errichtet wurde? (vorausgesetzt das war kein Schwarzbau)

 

 

(Ich habe zwei Bildchen hochgeladen, sorry für die schlampige CAD Zeichnung aber es musste gerade schnell gehen)

Bild(er): 
Di., 25.04.2017 - 00:40
Status: Veröffentlicht
Position einer Garage und § 34 BauGB

Danke für die Rückmeldung.

 

"...ob sie sich auf den Standpunkt stellt, dass die gewünschte Garagenposition typologisch im Widerspruch zu den vorhandenen Garagen steht."

 

Genau so war es leider:

 

Das Landratsamt hat sich  auf die überwiegend rückwärtig angeordneten Garagen bezogen und außerdem die Einschränkung des Sichtdreicks als wesentlichen Hinderungsgrund aufgeführt.

 

LG Florian

Do., 30.03.2017 - 14:02
Status: Veröffentlicht
Position einer Garage und § 34 BauGB

Aus meiner Sicht müßte die Position der Garage so grundsätzlich schon möglich sein, unabhängig von einem konkreten Bezugsfall vor Ort, weil sie ja eben kein genehmigungspflichtiges Gebäude ist und auch keinen gesetzlichen Vorgaben widerspricht.

 

Es gibt jedoch einen gewissen Ermessensspielraum der Genehmigungsbehörde, wie eng bzw. großzügig sie das Projekt hinsichtlich § 34 auslegt, z.B ob sie sich auf den Standpunkt stellt, dass die gewünschte Garagenposition typologisch im Widerspruch zu den vorhandenen Garagen steht. Da könnte dann auch ein einzelner Carport als Bezugsfall eher nicht relevant sein. Daher ist es unbedingt empfehlenswert, die Planung vor dem Bauantrag mit den Behörden abzustimmen.