15.03. 2019

Wohnraumpotentiale in urbanen Lagen, Aufstockung und Umnutzung von Nichtwohngebäuden

Die Ende Februar 2019 in Berlin vorgestellte „Deutschlandstudie 2019: Wohnraumpotentiale in urbanen Lagen, Aufstockung und Umnutzung von Nichtwohngebäuden“ der TU Darmstadt und des Pestel-Instituts weist auf das enorme Flächenpotenzial zur Schaffung von Wohnraum in Ballungsräumen hin. Sie wurde durch ein Bündnis führender Organisationen und Verbände der deutschen Planungs-, Bau- und Immobilienbranche in Auftrag gegeben, unter anderem der Bundesarchitektenkammer (BAK).

 

Während sich die Deutschlandstudie 2016 der TU Darmstadt und des Pestel-Instituts insbesondere mit dem Aufstockungspotenzial von Wohngebäuden befasste, untersucht die aktuelle Studie, zusätzlich zu den aktualisierten Ergebnissen der Studie 2016, auch die Potenziale für zusätzliche Wohnungen durch Aufstockung von Nichtwohngebäuden, z.B. von Parkhäusern, Büro-/Verwaltungsgebäuden, eingeschossigem Einzelhandel, Discountern und Märkten oder durch Umnutzungen. Insgesamt sieht die Studie so ein Potenzial von 2,3 - 2,7 Mio. zusätzlichen Wohnungen, die ohne großen zusätzlichen Flächenverbrauch realisierbar wären.

 

Link zur ► Webseite der Bundesarchitektenkammer mit weiteren Informationen und der Möglichkeit zum Download einer Kurz- und einer Langfassung der Studie sowie weiterer pdf-Dokumente zu diesem Thema.

15.03. 2019

Einführung der VOB/A Abschnitt 1, Ausgabe 2019

Die VOB A, Ausgabe 2019, wurde bekannt gemacht. Ab dem 1.3.2019 ist zunächst nur der neue Abschnitt 1 anzuwenden. Die Inkraftsetzung der ebenfalls überarbeiteten Teile 2 und 3 wird derzeit vorbereitet. Nachfolgend eine Übersicht über wesentliche Änderungen in VOB/A Abschnitt 1:

 

  • § 3a Absatz 1: Einführung einer Wahlfreiheit zwischen Öffentlicher Ausschreibung und Beschränkter Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb; der Vorrang der Öffentlichen Ausschreibung entfällt
  • § 3a Absatz 2 und 3: Bis zum 31.12.2021 befristete Anhebung der Wertgrenzen für Bauleistungen zu Wohnzwecken:
    • Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb bis zu einem Auftragswert von 1.000.000 Euro ohne Umsatzsteuer
    • Freihändige Vergabe bis zu einem Auftragswert von 100.000 Euro ohne Umsatzsteuer
  • § 3a Absatz 4: Einführung eines Direktauftrages (ohne Vergabeverfahren) bis zu einer Wertgrenze von 3.000 Euro ohne Umsatzsteuer
  • § 3b Absatz 2: Neue (detailliertere) Regelungen zum Verfahren der Beschränkten Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb
  • § 6a Absatz 5: Erleichterungen für Eignungsprüfungen bis zu einer Wertgrenze von 10.000 Euro
  • § 6b: Erleichterungen für Eignungsprüfungen im Rahmen von Teilnahmewettbewerben
  • § 8 Absatz 2 Nummer 4 und § 12 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe k): Möglichkeit zur Abgabe mehrerer Hauptangebote, soweit dies vom Auftraggeber nicht eingeschränkt wird
  • § 12 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe r): Bekanntgabe der Zuschlagskriterien in den Vergabeunterlagen oder in der Auftragsbekanntmachung durch den Auftraggeber.
  • § 13 Absatz 3: Bei mehreren Hauptangeboten muss jedes aus sich heraus zuschlagsfähig sein
  • § 16 Absatz 1 Nummer 7 und 9: Regelungen zum Ausschluss von Hauptangeboten
  • § 16a: Neufassung der Regelungen zum Nachfordern von Unterlagen
  • § 24: Erleichterungen von der VOB/A für die Vergabe von Bauleistungen einer Auslandsdienstelle im Ausland oder einer inländischen Dienststelle, die im Ausland dort zu erbringende Bauleistungen vergibt
12.02. 2019

Brandschutzkonzepte für mehrgeschossige Gebäude aus Holz

Eine neue Veröffentlichung des Informationsdienst Holz befasst sich mit den Besonderheiten des Brandschutzes bei der Planung und Ausführung von mehrgeschossigen Gebäuden und Aufstockungen in Holzbauweise.

 

Die Publikation behandelt bauordnungsrechtliche Grundlagen einschließlich vergleichender Übersichten über die unterschiedlichen Brandschutzanforderungen der einzelnen deutschen Landesbauordnungen. Es werden Möglichkeiten der Abweichung von bauordnungsrechtlichen Anforderungen im Rahmen von ganzheitlichen Brandschutzkonzepten dargestellt und zahlreiche Beispiele für Brandschutzkonzepte realisierter mehrgeschossiger Holzbauten und Aufstockungen gezeigt.

 

Die Publikation steht auf der ► Webseite des Informationsdienst Holz als pdf zur Verfügung.

11.02. 2019

Die neue DIN 276 – Kosten im Bauwesen

Die neue DIN 276:2018-12 (Kosten im Bauwesen) ersetzt folgende bisherige Regelwerke und fasst diese in aktualisierter Form zusammen:

  • DIN 276-1:2008-12 (Kosten im Bauwesen, Teil 1: Hochbau)
  • DIN 276-4:2009-08 (Kosten im Bauwesen, Teil 4: Ingenieurbau)
  • DIN 277-3:2005-04 (Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau, Teil 3: Mengen und Bezugseinheiten)

Dabei wurde die Kostengliederung in der ersten Ebene von bisher sieben auf acht Kostengruppen erweitert:

  • 100 Grundstück
  • 200 Vorbereitende Maßnahmen (bisher: Herrichten und Erschließen)
  • 300 Bauwerk – Baukonstruktionen
  • 400 Bauwerk – Technische Anlagen
  • 500 Außenanlagen und Freiflächen (bisher: Außenanlagen)
  • 600 Ausstattung und Kunstwerke
  • 700 Baunebenkosten
  • 800 Finanzierung (neu)

In der zweiten und der dritten Ebene der Kostengliederung gab es in fast allen Bereichen Neuzuordnungen und Anpassungen. Die Kostengruppen 300 und 400 ermöglichen nunmehr für Hochbauten, Ingenieurbauten und Infrastrukturanlagen eine einheitliche Kostengliederung. Die Kostengruppe 500 beinhaltet sowohl die Außenanlagen von Bauwerken als auch selbständige Freiflächen, die unabhängig von Bauwerken sind.

 

Die neue Kostengruppe 800 (Finanzierung) beinhaltet die Kosten für die Finanzierung des Bauprojekts bis zum Beginn der Nutzung. Hierzu gehören z.B. Gebühren für Grundbuchänderungen in Zusammenhang mit der Finanzierung, Fremdkapitalzinsen, Eigenkapitalzinsen (kalkulatorische Zinsen für das eingesetzte Eigenkapital) und Gebühren für Zahlungsbürgschaften.

 

Das neue Regelwerk lässt unter bestimmten Voraussetzungen auch eine ausführungsorientierte Gliederung bestimmter Kostengruppen zu, d.h. dass bereits nach der ersten Ebene der Kostengliederung nach DIN 276 eine Unterteilung z.B. in Leistungsbereiche gem. dem Standardleistungsbuch (STLB-Bau) oder in Gewerke gem. VOB Teil C (ATV) erfolgen darf, alternativ zu einer Gliederung entsprechend den Kostengruppen der zweiten Ebene nach DIN 276. Eine weitere Unterteilung z. B. in Teilbereiche oder in Teilleistungen – mit einer Beschreibung des Inhaltes, der Menge und der Eigenschaften der Leistungen – entspricht dann der dritten Ebene der Kostengliederung nach DIN 276.

 

Voraussetzung für die Vergleichbarkeit von Kostenkennwerten ist eine einheitliche Verwendung von Mengen und Bezugseinheiten. Diese sind neu in Abschnitt 6 der DIN 276 (bisher: DIN 277-3) geregelt.

11.02. 2019

Schleswig-Holstein: Änderung der Landesbauordnung (LBO)

Die Landesbauordnung für das Land Schleswig-Holstein (LBO) wurde durch das Gesetz vom 29.11.2018 mehrfach geändert. Im Wesentlichen gab es in folgenden Teilen Änderungen:

 

  • § 44 (Sanitäre Anlagen, Wasserzähler): Neufassung von Absatz 2 Satz 2
  • § 51 (Sonderbauten): Neufassung von Absatz 2 Nr. 10 und 11
  • § 59 (Aufgaben und Befugnisse der Bauaufsichtsbehörden): Neufassung von Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 Buchstabe b
  • § 63 (Verfahrensfreie Bauvorhaben, Beseitigung von Anlagen): Neufassung von Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe d
  • § 68 (Genehmigungsfreistellung): Änderungen in den Absätzen 1, 2 und 3
  • § 69 (Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren): Änderungen in Absatz 8
  • § 72 (Beteiligung der Nachbarinnen oder Nachbarn): Änderungen in Absatz 1
  • § 72a (Beteiligung der Öffentlichkeit): Komplett neu eingefügt
  • § 77 (Bauaufsichtliche Zustimmung): Änderungen in den Absätzen 1 und 2

 

Die Änderungen sind am 21.12.2018 in Kraft getreten.

 

Die aktuelle Fassung der Landesbauordnung für das Land Schleswig-Holstein (LBO) kann im Bereich ► Hilfen unter „Deutsche Landesbauordnungen“ aufgerufen werden.

14.01. 2019

Niedersachsen: Änderung der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO)

Die Niedersächsische Bauordnung (NBauO) wurde durch das Gesetz vom 12.09.2018 mehrfach geändert, in Anpassung an das Europäische Bauproduktenrecht. Zusammengefasst gab es im Wesentlichen folgende Änderungen:

 

  • Neu eingefügt: §§ 16a - 16c und 25,
  • Neu gefasst: §§ 17, 19 - 23 und 83,
  • § 24 (alt) aufgehoben; § 25 (alt) wird neuer § 24

 

Die Änderungen sind am 01.01.2019 in Kraft getreten.

 

Die aktuelle Fassung der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) kann im Bereich ► Hilfen unter „Deutsche Landesbauordnungen“ aufgerufen werden.

14.01. 2019

Nordrhein-Westfalen: Vollständiges Inkrafttreten der BauO NRW

Der mehrstufige Anpassungsprozess der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) ist vorerst abgeschlossen: Ab dem 01.01.2019 gelten alle Teile der BauO NRW 2018, gleichzeitig sind die bis dahin noch geltenden Teile der BauO NRW 2000 und der BauO NRW 2016 außer Kraft getreten.

 

Die aktuelle Fassung der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) kann im Bereich ► Hilfen unter „Deutsche Landesbauordnungen“ aufgerufen werden.

 

Die Grafik veranschaulicht das Inkrafttreten und das Außerkrafttreten der verschiedenen Fassungen:

 

26.11. 2018

DGUV Information 202-087: Mehr Sicherheit bei Glasbruch

Die im Oktober 2018 neu erschienene Information der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) informiert über sicherheitsrelevante Themen in Zusammenhang mit der Verwendung von Glas.

 

Es werden die verschiedenen Glasarten beschrieben, z.B. Floatglas, ESG, VSG, TVG, aber auch Drahtornamentglas, Profilbauglas und Glassteine. Weitere Themen sind die Ballwurf- und die Verkehrssicherheit, die Kennzeichnung von Glasflächen und der Einsatz von Splitterschutzfolien. Ebenfalls enthalten ist eine Übersicht über aktuelle Gesetze, Verordnungen und Regelwerke zu diesem Thema.

 

Die DGUV Information 202-087 kann auf der ► Webseite des DGUV kostenlos als pdf heruntergeladen werden.

26.11. 2018

Brandenburg: Änderung der Brandenburgischen Bauordnung (BbgBO)

Änderungen der Brandenburgischen Bauordnung (BbgBO) sind am 16.10.2018 in Kraft getreten, im Wesentlichen erfolgten Anpassungen an das europäische Bauproduktenrecht. Nachfolgend ein Auszug wichtiger Änderungen:

 

  • § 2 (Begriffe): Neufassung der Definition von Bauprodukten
  • § 3 (Allgemeine Anforderungen): Neufassung der Allgemeinen Anforderungen an (bauliche) Anlagen
  • §§ 16a (Bauarten), 16b (Allgemeine Anforderungen für die Verwendung von Bauprodukten) und 16c (Anforderungen für die Verwendung von CE-gekennzeichneten Bauprodukten): Neufassung der Festlegungen zur Anwendung von Bauarten, Bauprodukten und CE-gekennzeichneten Bauprodukten
  • § 17 (Verwendbarkeitsnachweise): Neufassung der Festlegungen zur Notwendigkeit von Verwendbarkeitsnachweisen
  • § 18 (Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung): Erteilung einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung für Bauprodukte durch das Deutsche Institut für Bautechnik in bestimmten Fällen
  • Neufassung der §§ 19 (Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis), 20 (Nachweis der Verwendbarkeit von Bauprodukten im Einzelfall), 21 (Übereinstimmungsbestätigung), 22 (Übereinstimmungserklärung der Herstellerin oder des Herstellers), 23 (Zertifizierung), 24 (Prüf-, Zertifizierungs-, Überwachungsstellen) und 25 (Besondere Sachkunde- und Sorgfaltsanforderungen)
  • § 61 (Genehmigungsfreie Vorhaben): Reduzierung der Grundfläche genehmigungsfreier eingeschossiger oberirdischer Garagen und überdachter Abstellplätze für Fahrräder von maximal 150 m² auf maximal 100 m²
  • Neuer § 86a (Technische Baubestimmungen): Konkretisierung der Allgemeinen Anforderungen nach § 3 durch Technische Baubestimmungen
  • § 88 (Übergangsvorschriften): Unzulässigkeit der Verwendung des Ü-Zeichens auf Bauprodukten und weitere Übergangsvorschriften

 

Die aktuelle Fassung der Brandenburgischen Bauordnung (BbgBO) kann im Bereich ► Hilfen unter „Deutsche Landesbauordnungen“ aufgerufen werden.

29.10. 2018

MLTB und MVV TB: Aktueller Stand der Umsetzung in den Bundesländern

Gemäß der aktualisierten Liste des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) wurden die Muster-Liste der Technischen Baubestimmungen (MLTB) und die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) mit Stand 27.09.2018 in folgenden 9 Bundesländern in Landesrecht umgesetzt:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen

In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein gab es bis zum Stichtag noch keine Umsetzung.

 

Die Übersicht kann als pdf über die ► Webseite des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) heruntergeladen werden.

15.10. 2018

Bremen: Neufassung der Bremischen Landesbauordnung (BremLBO)

Durch Gesetz vom 04.09.2018, verkündet am 07.09.2018, wurde eine Neufassung der Bremischen Landesbauordnung bekannt gegeben, die am 01.10.2018 in Kraft getreten ist. Gleichzeitig ist die Bremische Landesbauordnung vom 6. Oktober 2009, die zuletzt durch Gesetz vom 27. Mai 2014 geändert worden ist, außer Kraft getreten. Bei der Neufassung wurden insbesondere folgende Änderungen berücksichtigt:

  • Angleichungen an das europäische Bauproduktenrecht und an die aktuelle Fassung der Musterbauordnung
  • Wegfall von Messeständen in Messe- und Ausstellungsgebäuden sowie von Regalen und Regalanlagen in Gebäuden, die nicht Teil der Gebäudekonstruktion sind und keine Erschließungsfunktion haben, aus dem Geltungsbereich der BremLBO
  • Neue Sonderbautatbestände
  • Ersatz des Baugenehmigungsverfahrens unter bestimmten Voraussetzungen durch eine bauaufsichtliche Zustimmung
  • Öffentlichkeitsbeteiligung bei bestimmten Bauvorhaben
  • Neue Festlegungen zu den Technischen Baubestimmungen

Zusammen mit der neuen Fassung der Landesbauordnung wurde die Bremische Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (BremVVTB) vom 10.09.2018 gesetzesgleich eingeführt.

 

Die aktuelle Fassung der Bremischen Landesbauordnung (BremLBO) kann im Bereich ► Hilfen unter „Deutsche Landesbauordnungen“ aufgerufen werden.

10.09. 2018

Thüringen: Änderung der Thüringer Bauordnung (ThürBO)

Durch das „zweite Gesetz zur Änderung der Thüringer Bauordnung vom 29. Juni 2018“ wurden umfangreiche Änderungen der Thüringer Bauordnung beschlossen, die am 01.09.2018 in Kraft getreten sind. Zusammengefasst gibt es im Wesentlichen folgende Änderungen/Ergänzungen:

 

  • Anpassungen an das aktuelle EU-Bauproduktenrecht, insb. §§ 2, 3, 16a - c, 17-25, 53, 55 und 78
  • § 1 (Anwendungsbereich): Ausschluss von „Regalen und Regalanlagen in Gebäuden, soweit sie nicht Teil der Gebäudekonstruktion sind und keine Erschließungsfunktion haben" aus dem Anwendungsbereich der ThürBO
  • § 71 (Baugenehmigung und Baubeginn): Neuregelungen zur Erteilung der Baugenehmigung
  • § 87 (Rechtsverordnungen): Neuregelungen für Rechtsverordnungen zum bauaufsichtlichen Verfahren sowie zu bestimmten Bauprodukten und Bauarten
  • § 87a (Technische Baubestimmungen): Festlegungen zur Konkretisierung der Allgemeinen Anforderungen (§ 3) durch bekannt gemachte verbindliche Technische Baubestimmungen

 

Die aktuelle Fassung der Thüringer Bauordnung (ThürBO) kann über den Link im Bereich ► Hilfen unter „Deutsche Landesbauordnungen“ aufgerufen werden.

 

10.09. 2018

Nordrhein-Westfalen: Die neue Bauordnung (BauO NRW 2018)

Das durch den Landtag von Nordrhein-Westfalen am 12.07.2018 beschlossene Baurechtsmodernisierungsgesetz beinhaltet eine vollständige Neufassung der Landesbauordnung (BauO NRW 2018), in Angleichung an die aktuelle Musterbauordnung. Sie wird überwiegend am 01.01.2019 in Kraft treten und dann die bis dahin geltenden Teile der Landesbauordnungen BauO NRW 2000 und BauO NRW 2016 ablösen. Einzelne Teile der neuen Landesbauordnung sind jedoch bereits am 04.08.2018 in Kraft getreten, sodass derzeit Teile der drei verschiedenen Fassungen der Landesbauordnung parallel gelten:

 

Grafische Übersicht zur Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) - Inkrafttreten und Außerkrafttreten der verschiedenen Fassungen

 

Die derzeit geltenden Teile der BauO NRW 2000, der BauO NRW 2016 und der BauO NRW 2018 können über die jeweiligen Links im Bereich ► Hilfen unter „Deutsche Landesbauordnungen“ aufgerufen werden.

28.08. 2018

DIBt: Aktualisierte Zuordnung der Schneelastzonen und Erdbebenzonen

Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hat auf seiner Webseite aktualisierte Zuordnungen der Schneelastzonen und Erdbebenzonen veröffentlicht. Gegenüber den bisherigen Ständen gab es folgende Anpassungen:

 

  • Schneelastzonen: für Bayern wurden neue Schneelastzonen als verbindliche Werte übernommen, für Sachsen-Anhalt wurde die Bekanntmachung der VV TB vom 05.04.2018 berücksichtigt.
  • Erdbebenzonen: für Sachsen-Anhalt wurde die Bekanntmachung der VV TB vom 05.04.2018 berücksichtigt.

 

Die aktualisierten Zuordnungen können als Excel-Tabellen auf der ► Webseite des DIBt kostenlos heruntergeladen werden.

28.08. 2018

DIBt: Unzulässigkeit ergänzender Gutachten bei abZ, aBG und abP

Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) weist in einer Mitteilung vom 24.08.2018 darauf hin, dass Erweiterungen bzw. Änderungen des Verwendungs- bzw. Anwendungsbereiches von

 

  • allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ),
  • allgemeinen Bauartgenehmigungen (aBG) oder
  • allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen (abP)

 

durch „ergänzende Gutachten“ hierfür bauaufsichtlich nicht autorisierter Stellen, ohne Bezug auf ein konkretes Bauvorhaben, unzulässig sind. „Nicht wesentliche Abweichungen“ seien jedoch auch ohne Gutachten bauaufsichtlich zulässig, sofern im Einzelfall die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen.

 

Die Mitteilung kann auf der ► Webseite des DIBt kostenlos als pdf heruntergeladen werden.