09.02. 2017

Praxismerkblatt „Brandschutzmaßnahmen bei WDVS mit EPS-Dämmstoffen“

Der Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme (FV WDVS), der Industrieverband Werkmörtel (IWM), der Bundesverband Farbe-Gestaltung-Bautenschutz und der Bundesverband Ausbau und Fassade haben gemeinsam das neue Praxismerkblatt „Brandschutzmaßnahmen bei WDVS mit EPS-Dämmstoffen“ veröffentlicht.

 

Das 36-seitige Dokument behandelt wesentliche konstruktive Brandschutzmaßnahmen für schwerentflammbare Wärmedämmverbundsysteme mit Dämmstoffen aus expandiertem Polystyrol (EPS). Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Darstellung der Grundprinzipien, die sich aus allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen und der Musterbauordnung ergeben, ohne jedoch dabei z.B. auf ggf. abweichende Anforderungen an Sonderbauten einzugehen.

 

Download des Praxismerkblatts als pdf über die Webseite des Fachverbands Wärmedämm-Verbundsysteme e.V.

 

Einen noch tieferen Einstieg in dieses Thema bietet die ebenfalls über den Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme erhältliche Systeminformation „Kompendium WDVS und Brandschutz“, die auch die Basis für das o.g. Praxismerkblatt darstellt.

07.02. 2017

Berlin: Änderung der Bauordnung für Berlin (BauO Bln)

Durch Gesetz vom 17.06.2016 wurde die Bauordnung für Berlin (BauO Bln) geändert, die Änderungen sind am 01.01.2017 in Kraft getreten. Zusammengefasst gab es im Wesentlichen folgende Änderungen, auch in Anpassung an die aktuelle Musterbauordnung (Wiederholung unseres Berichtes vom 21.07.2016):

 

  • § 1: Messestände in Messe- und Ausstellungsgebäuden entfallen aus dem Anwendungsbereich der Bauordnung; ebenso Regale und Regalanlagen in Gebäuden, die nicht Teil der Gebäudekonstruktion sind oder keine Erschließungsfunktion haben.
  • § 2: Änderungen bei Sonderbautatbeständen, z.B. bei Garagen, Schank- und Speisegaststätten mit mehr 1 000 Gastplätzen im Freien, Wettbüros mit mehr als 150 m² BGF, Nutzungseinheiten zur Pflege oder Betreuung von Personen mit eingeschränkter Selbstrettungsfähigkeit und bei kleineren Tageseinrichtungen für Kinder
  • §§ 2,3: neue Definition der Barrierefreiheit baulicher Anlagen
  • § 4: Bedingungen für die Zulässigkeit einer über die Grundstücksgrenze hinausgehenden Dämmung bestehender Gebäude
  • § 6: Diverse Änderungen im Abstandsflächenrecht
  • § 7: Neuregelungen bezüglich der Zulässigkeit einer Teilung von Grundstücken
  • §§ 17,20: Anpassungen bezüglich der Verwendung von Bauprodukten
  • § 28: Änderungen bezüglich der Brandschutzanforderungen an Außenwände
  • § 30: Änderungen bezüglich der Brandschutzanforderungen an Brandwände
  • § 32: Änderungen bezüglich Dachflächenfenstern, Solaranlagen und Vorrichtungen zum Schutz gegen das Herabfallen von Schnee und Eis auf Dächern
  • § 33: Änderungen bezüglich der Rettungswegführung über Rettungsgeräte der Feuerwehr
  • § 35: Änderungen bezüglich der Entrauchung notwendiger Treppenräume
  • § 39: Änderungen bezüglich der Entrauchung von Fahrschächten und der Notwendigkeit von Aufzügen bei > 4 oberirdischen Geschossen
  • § 40: Änderungen bezüglich der Brandschutzanforderungen an Leitungsführungen in Gebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2
  • § 43: Notwendigkeit einer Kundentoilette bei Verkaufsstätten mit einer Verkaufsfläche von > 400 m²
  • § 48: Änderungen bezüglich Abstellräumen für Rollstühle, Rollatoren, Kinderwagen und Fahrräder; Einführung einer allgemeinen Rauchwarnmelderpflicht für Wohnungen
  • § 49: Änderungen bezüglich barrierefreier Stellplätze und Fahrradabstellplätze
  • § 50: Änderungen bezüglich der konkreten Anforderungen an das barrierefreie Bauen
  • §§ 57,58: Neuregelungen zu Aufbau, Aufgaben und Befugnissen der Bauaufsichtsbehörden
  • §§ 60,61: Neuregelungen zum Vorrang anderer Gestattungsverfahren, zu verfahrensfreien Bauvorhaben und zur Beseitigung von Anlagen
  • §§ 66,67: Änderungen bezüglich der Erbringung bautechnischer Nachweise und der Zulassung von Abweichungen, Ausnahmen und Befreiungen
  • § 69: Änderungen bezüglich der Behandlung des Bauantrags, insbesondere hinsichtlich möglicher Fristverlängerungen
  • § 70: Festlegungen zur Beteiligung der Nachbarn und der Öffentlichkeit vor einer Zulassung von Abweichungen, Ausnahmen und Befreiungen
  • § 71: Änderungen bezüglich der Erteilung einer Baugenehmigung
  • § 73: Änderungen bezüglich der Geltungsdauer einer Baugenehmigung
  • § 76: Änderungen bezüglich der Genehmigung Fliegender Bauten
  • § 77: Änderungen bezüglich der bauaufsichtlichen Zustimmung
  • § 83: Festlegung der zusammen mit der Anzeige der Nutzungsaufnahme vorzulegenden Unterlagen
  • § 84: Festlegung zur Zulässigkeit der Einsichtnahme in das Baulastenverzeichnis
  • § 85: Unrichtige Erklärungen zum Kriterienkatalog als Ordnungswidrigkeit
  • § 86: Neuregelungen zum Erlass von Rechtsvorschriften und Verwaltungsvorschriften
  • § 89: Übergangsvorschrift: "Die vor dem 01.01.2017 eingeleiteten Verfahren sind nach den bis zu diesem Zeitpunkt geltenden Vorschriften fortzuführen; die nach diesem Zeitpunkt geltenden Vorschriften sind mit Ausnahme des Fünften Teils jedoch anzuwenden, soweit diese für die Bauherrin oder den Bauherrn günstiger sind."

 

Die aktuelle Fassung der Bauordnung für Berlin (BauO Bln) und eine synoptische Gegenüberstellung der aktuellen mit der bisherigen Fassung können über den Link zur BauO Bln im Bereich ►Hilfen unter „Deutsche Landesbauordnungen“ aufgerufen werden.

02.02. 2017

Hessen: Änderung der Hessischen Bauordnung (HBO)

Die Hessische Bauordnung wurde durch das „Gesetz zur Änderung des Hessischen Gaststättengesetzes und der Hessischen Bauordnung vom 15. Dezember 2016“, das am 24.12.2016 in Kraft getreten ist, im Wesentlichen wie folgt geändert:

 

  • § 39: Ergänzende Neuregelungen bezüglich der Notwendigkeit von Gästetoilettenanlagen in Gaststätten; diese sind jedoch nicht erforderlich, wenn „für die Gaststätten zentrale Toilettenanlagen innerhalb des Gebäudes in unmittelbarer Nähe in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.“
  • § 49: Textliche Anpassung der Bauvorlageberechtigung von Ingenieurinnen und Ingenieuren
  • § 80: Die Landesregierung kann durch Rechtsverordnung Vorschriften über die Anforderungen für Gästetoilettenanlagen erlassen

 

Die aktuelle Fassung der Hessischen Bauordnung (HBO) kann im Bereich ► Hilfen unter „Deutsche Landesbauordnungen“, aufgerufen werden.

01.02. 2017

bauwion.de wird 3 Jahre alt!

Heute ist bauwion.de seit drei Jahren online. 2016 konnte die Besucherzahl gegenüber 2015 um 90% gesteigert werden. Zahlreiche Rückmeldungen von Besuchern - immer wieder auch von namhaften deutschen Architekturbüros - zeigen, dass bauwion.de in der Fachwelt zunehmend als wichtige Informationsquelle erkannt und angenommen wird.

 

Ganz aktuell wurde eine Kooperation mit der Ausschreibungsplattform Ausschreiben.de in die Wege geleitet: In Kürze wird es so möglich sein, zu den Produktbeispielen in den Tabellen auf den Wissensseiten mit einem Klick den dazu passenden Ausschreibungstext auf Ausschreiben.de aufzurufen.

 

► Pressemitteilung zum dritten Geburtstag von bauwion.de (pdf)

27.01. 2017

Moratorium bei der Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmplatten

HBCD-haltige Dämmplatten werden bei ihrer Entsorgung vorübergehend wieder als nicht gefährlicher Abfall eingestuft. Damit gelten zeitlich befristet für 1 Jahr wieder einfachere Entsorgungsregeln für Dämmplatten aus Polystyrol, die das Flammschutzmittel HBCD enthalten.

 

Vorangegangen waren zum Teil sehr hohe Preisaufschläge bei der Entsorgung, nachdem HBCD-haltige Dämmstoffe zum 01.10.2016 als gefährlicher Abfall eingestuft worden waren, s. bauwion-Bericht vom 12.10.2016.

 

Pressemitteilung vom 21.12.2016 auf der Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

26.01. 2017

Aktuelles über BIM (Building Information Modeling)

BIM (Building Information Modeling) beschreibt digitale Geschäftsprozesse, die den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken und Immobilienprojekten abbilden. Die Aufnahme und Verknüpfung wichtiger Produkt- und Objektdaten in einem digitalen mehrdimensionalen Gebäudemodell ist dabei durchgängig, von der frühen Planungsphase über die Realisierung bis zum Betrieb des Gebäudes. Das Planen und Bauen mit BIM soll für bestimmte öffentliche Bauvorgaben in wenigen Jahren verbindlich vorgeschrieben sein, so etwa für Infrastrukturprojekte des Bundes ab dem Jahr 2020.

 

Das neu von der Bundesarchitektenkammer und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit herausgegebene Handbuch „BIM für Architekten“ beantwortet als Einführung in das Thema wichtige Fragen z.B. zu Planungsprozess, fachlichen Voraussetzungen, Normung, Kosten, Honorierung/ Vertragsgestaltung, Haftung/ Versicherung, Urheber- und Vergaberecht.

Vorschau und Bezug über die Webseite des Rudolf Müller Verlages

 

Auf der Webseite ► planen-bauen40.de sind zahlreiche Informationen und Downloads zum Thema BIM enthalten. Die Webseite wird von der „Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens mbH“ betrieben, zu deren Gründungsgesellschaftern wichtige Verbände und Kammerorganisationen aus dem Bau- und Immobilienbereich in Deutschland zählen, unter anderem der Verband Beratender Ingenieure e.V., der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, e.V., buildingSMART e.V., die Bundesvereinigung Bauwirtschaft GbR, die Bundesarchitektenkammer e.V., die Bundesingenieurkammer e.V. und der Bundesverband Bausoftware e.V.

 

Die im November 2016 neu erschienene Technische Regel DIN SPEC 91350 (Verlinkter BIM-Datenaustausch von Bauwerksmodellen und Leistungsverzeichnissen) legt Anforderungen an die Datenstruktur und den Inhalt von BIM-Containern fest. Das XML-Schema zum Datenaustausch bezieht sich dabei unmittelbar auf den IFC- und den GAEB-Datenaustausch.

Vorschau und Bezug über die Webseite des Beuth Verlages

16.01. 2017

DGUV Information 205-008 – Sicherheit im Feuerwehrhaus

Im Dezember 2016 ist die „DGUV Information 205-008 – Sicherheit im Feuerwehrhaus“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) neu erschienen. Sie vermittelt Planungsgrundlagen für den Neu- und Umbau von Feuerwehrhäusern, bezüglich ihrer Innenbereiche und Außenanlagen, und enthält auch Mustergrundrisse. Im Anhang ist eine Zusammenstellung relevanter Vorschriften und Regeln für den Bau und Betrieb von Feuerwehrhäusern enthalten.

 

Die DGUV Information 205-008 kann auf der ► Webseite der DGUV bestellt oder kostenlos als pdf heruntergeladen werden.

12.01. 2017

Änderungen der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)

Am 03.12.2016 sind die Änderungen der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) in Kraft getreten. Nachfolgend eine Zusammenfassung wichtiger Änderungen:

 

  • Klarstellung, dass zu einer Arbeitsstätte unter anderem auch Flucht- und Verkehrswege, Lager-, Maschinen- und Nebenräume, Sanitärräume, Pausen- und Bereitschaftsräume, Erste-Hilfe-Räume, Unterkünfte und technische Einrichtungen wie z.B. Beleuchtungsanlagen raumlufttechnische Anlagen, sowie Türen und Tore gehören
  • Konkretisierungen bei der Gefährdungsbeurteilung; Klarstellung, dass diese regelmäßig auch bei Bildschirmarbeitsplätzen erforderlich ist
  • Umfangreicher Maßnahmenkatalog zur Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen
  • Neue Festlegungen zu Telearbeitsplätzen als „vom Arbeitgeber fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich der Beschäftigten“
  • Das Betreiben von Arbeitsstätten umfasst auch das Optimieren der Arbeitsstätten sowie die Organisation und Gestaltung der Arbeit, einschließlich der Arbeitsabläufe
  • Vorrang der Anforderungen anderer Rechtsvorschriften, insbesondere der Landesbauordnung, soweit sie über die Anforderungen der ArbStättV hinausgehen
  • Beschäftigte müssen vor Aufnahme ihrer Tätigkeit bezüglich der Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung unterwiesen werden, danach im mindestens jährlichen Turnus. Dies beinhaltet auch Maßnahmen im Gefahrenfall, der Brandverhütung und Verhaltensmaßnahmen im Brandfall
  • Konkretisierung, das Absturzgefahr grundsätzlich bei einer Absturzhöhe von mehr als 1 Meter besteht (und dann geeignete Maßnahmen erfordert)
  • Neue Festlegungen bezüglich der Erfordernis von Schutzvorrichtungen gegen Abstürzen
  • Deutliche Verschärfung und Konkretisierung der Anforderungen an Arbeitsräume bezüglich dem Tageslichteinfall und einer Sichtverbindung nach außen
  • Toiletten- und Waschräume sind getrennt für Männer und Frauen einzurichten oder es ist eine getrennte Nutzung zu ermöglichen (neu im Text der ArbstättV, bisher jedoch bereits ähnlich in ASR A4.1 geregelt)
  • Übernahme von Regelungen bezüglich der Einrichtung von Pausenräumen aus der ASR A4.2
  • Notwendigkeit zur Bereitstellung angemessener Unterkünfte durch den Arbeitgeber insbesondere wegen der Abgelegenheit der Arbeitsstätte, der Art der auszuübenden Tätigkeiten oder der Anzahl der im Betrieb beschäftigten Personen

 

Text der „Verordnung zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen“ vom 30.11.2016 im Bundesgesetzblatt

11.01. 2017

Neue Checkliste 10 - Garagen nach der Muster-Garagenverordnung

Eine neue Checkliste ist im Bereich ► Hilfen verfügbar: Checkliste 10 - Garagen nach der Muster-Garagenverordnung. Sie bietet als Planungshilfe eine Übersicht über die in der Muster-Garagenverordnung (M-GarVO) enthaltenen Regelungen zur baulichen Ausführung von Garagen:

 

Garagen nach der Muster-Garagenverordnung

06.12. 2016

Die neue Flachdachrichtlinie

Die Fachregel für Abdichtungen – Flachdachrichtlinie, gemeinsam herausgegeben von Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. (HDB), ist als Ausgabe Dezember 2016 neu erschienen, gemeinsam mit den Produktdatenblättern für Bitumenbahnen, für Flüssigkunststoffe und für Kunststoff- und Elastomerbahnen.

 

Die Flachdachrichtlinie wurde grundlegend überarbeitet und anwendungsfreundlicher gestaltet. Nachfolgend ein Auszug wichtiger Änderungen:

  • Wegfall der grundlegenden Unterscheidung in genutzte/ nicht genutzte Dächer
  • Wegfall der Anwendungskategorien (K1, K2) und der Beanspruchungsklassen aus DIN 18531
  • Erdüberschüttete Deckenflächen und befahrene Dach- und Deckenflächen aus Stahlbeton wurden jetzt explizit in den Geltungsbereich mit aufgenommen
  • Klarstellung, dass das vorgegebene Mindestgefälle von 2% als planmäßiges Gefälle zu verstehen ist, von dem das tatsächliche Gefälle aufgrund von Toleranzen/ Abweichungen abweichen kann
  • Flächen mit einem Gefälle unter 2% sind wie gefällelose Flächen zu behandeln
  • Gefällelose Flächen sind in begründeten Fällen möglich, dabei sind besondere Anforderungen gem. Abschnitt 2.3.4 und Abschnitt 3.6 zu berücksichtigen
  • Neue Regeln bezüglich Maßnahmen zur Aufnahme horizontaler und vertikaler Kräfte

 

Vorschau und Bestellung der Flachdachrichtlinie als Loseblattsammlung über den Rudolf-Müller-Verlag

02.12. 2016

Saarland und Nordrhein-Westfalen: Nachrüstung von Rauchwarnmeldern bis zum 31.12.2016

Gem. § 46 Abs. 4 Satz 3 der Landesbauordnung des Saarlandes und gem. § 49 Abs. 7 Satz 3 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen müssen in diesen Bundesländern bestehende Wohnungen jeweils bis zum 31.12.2016 entsprechend den Vorgaben der Landesbauordnung mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden.

 

Damit enden im Saarland und in Nordrhein-Westfalen die Übergangsfristen für die Nachrüstung bestehender Wohnungen. Neubauten sind in beiden Bundesländern bereits seit einiger Zeit mit Rauchwarnmeldern auszustatten.

 

Die Landesbauordnung des Saarlandes (LBO) und die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) können im Bereich ► Hilfen unter „Deutsche Landesbauordnungen“ aufgerufen werden.

 

Übersicht über die geltenden ► Rauchwarnmelderpflichten in den deutschen Bundesländern, mit den genauen Regelungen und den Übergangsfristen zur Nachrüstung bestehender Wohnungen

30.11. 2016

Die Blockbaurichtlinie

Die Blockbaurichtlinie, 2016 herausgegeben vom deutschen Massivholz- und Blockhausverband e.V. (DMBV), stellt aktuelle bautechnische Grundlagen und Regelausführungen für den Blockbau zusammen. Sie bezieht dabei die aktuellen Normen und Regelwerke mit ein, versteht sich jedoch auch darüber hinaus als Grundlage für die Planung und die Ausführung von Blockbauten.

 

Neben Wohnblockhäusern geht es auch um die Erstellung von Nebengebäuden wie z.B. Ferienhäusern, kleineren Garagen oder Wartehäuschen in Blockbauweise. Enthalten sind z.B. auch Vorschläge zur Brandschutzbemessung von tragenden Wänden aus Vollholz-Blockbalken.

 

Die Blockbaurichtlinie ist im Bruder Verlag erschienen und kann über www.baufachmedien.deonline als Buch oder E-Book bestellt werden.

28.11. 2016

Umsetzung des EuGH-Urteils in der Rechtssache C-100/13 – Vollzugshinweise

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) kam in seinem Urteil vom 16.10.2014 zu dem Ergebnis, dass die Bundesrepublik Deutschland gegen ihre Verpflichtungen zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über Bauprodukte verstoßen hat. Die Festlegung zusätzlicher nationaler Anforderungen („Ü-Zeichen“) in den Bauregellisten - über die CE-Kennzeichnung hinaus, mit der Folge einer Doppelkennzeichnung (CE + Ü) - wurde mit dem Urteil für unzulässig erklärt. Am 15.10.2016 endete die Zweijahresfrist der EU-Kommission zur vollständigen Umsetzung des Urteils.

 

Das Urteil hat Auswirkungen auf die Verwendung von Bauprodukten in Deutschland, aber auch auf die Inhalte der einzelnen deutschen Landesbauordnungen. Die Musterbauordnung (MBO) wurde durch Beschluss der Bauministerkonferenz im Mai 2016 an diese Rechtsprechung angepasst. Es ist zu erwarten, dass diese Änderungen zeitnah in die einzelnen Landesbauordnungen übernommen werden, in Sachsen-Anhalt ist dies bereits erfolgt, s. bauwion-Beitrag vom 25.10.2016.

 

Zudem werden die Bauregellisten und die Liste der Technischen Baubestimmungen in den einzelnen Bundesländern zukünftig durch die normkonkretisierende Verwaltungsvorschrift „Technische Baubestimmungen“ (VV TB) ersetzt, die jeweils gleichzeitig mit der Novellierung der Landesbauordnung in Kraft treten werden.

 

Bis dahin sind die Vollzugshinweise (Erlasse) der einzelnen Bundesländer hinsichtlich der jeweils geltenden Übergangsvorschriften zu beachten. Ausdrücklich wird in diesen darauf verwiesen, dass die geänderte Vollzugspraxis Bauherrn, Entwurfsverfasser und Unternehmer nicht von der Verpflichtung zur Einhaltung der Anforderungen entbindet, die durch öffentlich-rechtliche Vorschriften an bauliche Anlagen gestellt werden, und dass die geänderte Vollzugspraxis auch die bauaufsichtlichen Eingriffsbefugnisse unberührt lässt.

 

Vollzugshinweise der einzelnen Bundesländer, zusammengestellt auf der Webseite des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt)

 

Die aktuelle Fassung der Musterbauordnung kann im Bereich ► Hilfen unter „Normen und Rechtsvorschriften“, aufgerufen werden.

24.11. 2016

Saarland: Änderung der Landesbauordnung (LBO)

Durch das Gesetz vom 13.07.2016 wurde im Saarland die Landesbauordnung (LBO) im Wesentlichen wie folgt geändert:

 

  • § 30 (Brandwände): Korrektur von Verweisen auf Unterpunkte im Anhang;
  • § 66 (Bauvorlageberechtigung): Bauvorlageberechtigung für Personen, die in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem nach dem Recht der Europäischen Union gleichgestellten Staat zur Ausübung des Berufs der Architektin/ Innenarchitektin oder des Architekten/ Innenarchitekten rechtmäßig niedergelassen sind; Aktualisierung der Verweise auf das Saarländische Architekten- und Ingenieurkammergesetz;
  • § 67 (Bautechnische Nachweise): Aktualisierung der Verweise auf das Saarländische Architekten- und Ingenieurkammergesetz;
  • § 84 (Erhebung, Verarbeitung und Übermittlung personenbezogener Daten): Einschränkung des Rechtes auf informationelle Selbstbestimmung (Artikel 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes; Artikel 2 Satz 2 der Verfassung des Saarlandes).

 

Die aktuelle Fassung der saarländischen Landesbauordnung kann im Bereich ► Hilfen unter „Deutsche Landesbauordnungen“, aufgerufen werden.

22.11. 2016

Änderung der Baustellenverordnung - BaustellV

Die „Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 2014/27/EU und zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen“ vom 15.11.2016 beinhaltet Anpassungen der Gefahrstoffverordnung an das EU-Recht und sich aus diesen Anpassungen ergebende Folgeänderungen für weitere Arbeitsschutzverordnungen, auch für die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (Baustellenverordnung - BaustellV).

 

Die Änderungen berücksichtigen Anpassungen der Gefahrstoff-Richtlinie 98/24/EG und der Krebs-Richtlinie 2004/37/EG an das geänderte EU-System zur Einstufung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen.

 

Die Baustellenverordnung wurde dabei in Anhang II Nr. 2 geändert und enthält Anpassungen bei den Definitionen besonders gefährlicher Arbeiten im Sinne des § 2 Abs. 3 BaustellV.

 

Die Änderungen sind am 19.11.2016 in Kraft getreten.

 

Die aktuelle Fassung der Baustellenverordnung kann im Bereich ► Hilfen unter "Normen und Rechtsvorschriften" aufgerufen werden.